Alanbrooke Park - Die grüne Quartiersmitte
© schoppe + partner freiraumplanung
Die Bestandteile
Im neuen Alanbrooke Quartier entsteht eine grüne Mitte mit knapp 5,2 ha Gesamtfläche. Die autofreie, öffentliche Grünfläche erstreckt sich von den denkmalgeschützten Gebäuden im Norden bis zur Theodor-Heuss-Straße im Süden. Sie wird dabei in folgende Teilbereiche unterteilt:
- Eingang Nord
- Exerzierfeld
- Parkkorridor
- Stadtplatz
- sowie dem Eingang Süd
Wichtige Entwurfsinhalte sind die multifunktionale Nutzung der Flächen, bei der die Freiflächen sowohl Begegnungs- und Bewegungsort als auch Flächen für Biodiversität und Klimaanpassung darstellen.
Die Herstellung der Außenanlagen ist bis Ende 2028 terminiert. Alle Maßnahmen mit Bezug auf Klimaanpassungsmaßnahmen werden durch das Förderprogramm Klimaanpassung.Kommunen.NRW bezuschusst. Dazu zählen beispielsweise die Anlage der Grünflächen nach dem Prinzip der Schwammstadt, die temporäre Rückhaltung von Regenwasser bei Starkregenereignissen, die Förderung von Biodiversität durch Anlage von Wiesenstreifen und Pflanzung von Obstbäumen sowie die Reduzierung von urbaner Hitze durch wasserdurchlässige, helle Wegebeläge.
Baufortschritt
Im November 2025 sind die Arbeiten an den ersten beiden Bauabschnitten im Alanbrooke Park gestartet. Hierbei werden die öffentlichen Grünanlagen im nördlichen Parkkorridor hergestellt. Es entsteht ein Spielplatz, ein Bürgergarten und eine Parkouranlage. Die ersten Bauabschnitte liegen zentral in der grünen Mitte und sollen die städtische Kita in den Park einbinden. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2026 terminiert.
Zeitstrahl
3,5 Millionen Euro Förderung für Grün- und Freiflächen im Alanbrooke Quartier
Übersichtskarte
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Teilbauabschnitte
1_ Eingang Nord
Als wichtiger Rahmen der Freiraumgestaltung im Alanbrooke Quartier dienen die nördliche und südliche Eingangssituation. Sie spannen den öffentlichen Grünraum regelrecht auf und bekommen sowohl eine wichtige freiraumplanerische Funktion als Eingangsportal als auch eine hohe klimatische und ökologische Bedeutung als Knotenpunkte zu den benachbarten Quartieren. Zwei Hochbeete im Eingangsbereich lenken den Fuß- und Radverkehr und bilden das Portal in die Parkanlage.
2_Exerzierfeld
An den Haupteingang Nord grenzt südlich das ehemalige Exerzierfeld der Alanbrooke Kaserne. Der zuvor vollkommen versiegelte Platz wird stark entsiegelt und zukünftig als Rasenfläche genug Platz für Freizeitaktivitäten bieten. Bewusst wurde die Rasenfläche sehr zurückhaltend mit Ausstattungselemente versehen um Platz und Freiraum für individuelle Nutzungen zu lassen.
Die Fläche, die wiederum in den Nachtstunden zur Kaltluftproduktion beiträgt, ist insgesamt eingetieft und mit Sitzblöcken eingefasst, sodass der Grünraum im Sinne einer Multicodierung auch als Retentionsraum sowie wichtiger Baustein der Notentwässerung des Gebiets dienen kann. Durch die Entsieglung der Fläche kann ein nachhaltiges Regenwassermanagement nach dem Prinzip der Schwammstadt etabliert werden. In den extensiver gestalteten Randbereichen werden überdies Obstgehölze zur Steigerung der Biodiversität gepflanzt. Unterstützt werden die Obstbaumpflanzungen durch die Anlage von Wiesenflächen mit autochthonem Saatgut.
3_Parkkorridor
Der Parkkorridor dient als Bindeglied zwischen dem südlichen Stadtplatz und dem Exerzierfeld. Er stellt eine Symbiose zwischen Aktivität und landschaftlichen Elementen dar und hat durch seine lineare Struktur auch eine wichtige Funktion als autofreie Fahrrad- und Fußgängererschließung.
Im nördlichen Bereich des Parkkorridors lädt der Bürgergarten mit verschiedenen Liege- und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Bewegungsanreize setzen wiederum ein großer Spielplatz sowie die neue Parkouranlage im Bereich der städtischen Kita.
Im Parkkorridor findet mit zwei großen Retentionsflächen ein zentrales Element der Quartiersentwässerung und somit der blau-grünen Infrastruktur Platz. Durch den bereits erfolgten Verbau einer flächigen Rigole, die mit Regenwasser aus der benachbarten Dr.Margit-Naarmann Straße gefüllt wird, werden zwei flächige Mulden möglichst durchgehend mit Wasser gespeist.
4_Stadtplatz
Als vielfältig nutzbarer Raum wird der Stadtplatz im südlichen Bereich des Quartiers angelegt. Im Gegensatz zum Exerzierfeld soll dieser Platz einen höheren Versiegelungsgrad aufweisen um beispielsweise Quartiersfeste austragen zu können. Dabei werden jedoch helle und versickerungsfähige Materialien bevorzugt, sodass trotzdem die Entstehung von Hitzeinseln vermieden wird. Flächenbegleitend werden nach dem Prinzip der Schwammstadt Retentionsmulden zum Einstau von Regenwasser angelegt.
5_Eingang Süd
Der südliche Eingang zu den Grünflächen des Alanbrooke Quartiers grenzt an die Theodor-Heuss-Straße und bildet den Übergang zu den benachbarten Grünflächen des Riemekeparks und des Westfriedhofs. Die Eingangssituation gilt, wie der Haupteingang Nord, als klimatischer Gelenkpunkt zwischen bestehender und neu entstehender Stadtstruktur.
gefördert durch
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