Berücksichtigung des Schwammstadt‑Prinzips im Zukunftsquartier

Berücksichtigung des Schwammstadt‑Prinzips im Zukunftsquartier

Wird bei der Planung des Zukunftsquartiers das Schwammstadt‑Prinzip berücksichtigt?
Angesichts zunehmender Starkregenereignisse und längerer Trockenperioden wäre eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung sinnvoll, z. B. durch Baumrigolen, unterirdische Speichersysteme oder andere Elemente zur Retention und Verdunstungskühlung. Gibt es hierzu bereits Konzepte oder Planungsansätze?

#3429 – gefragt von Gast am
Dialog:
Kategorie
Zukunftsquartier

Antwort

Sehr geehrter Gast,

Ja, das Zukunftsquartier wird konsequent nach dem Schwammstadt-Prinzip entwickelt. Ziel ist es, Regenwasser möglichst vor Ort zu speichern, zu versickern und zu verdunsten und dadurch Abflüsse zu reduzieren. Dafür sind verschiedene Maßnahmen der blau-grünen Infrastruktur vorgesehen, darunter Rückhaltemulden, begrünte Straßenräume und Plätze, wasserdurchlässige Beläge sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. Ergänzend können Baumrigolen und bei Bedarf unterirdische Speicherräume eingesetzt werden.

Ein Beispiel ist der zentrale Loop: Regenwasser wird über die Fahrbahnen und Gehwege in einen begrünten Mittelstreifen geleitet, wo es versickern, verdunsten oder gedrosselt weitergeleitet werden kann. So werden gleichzeitig Starkregenvorsorge, Wasserrückhalt und Verdunstungskühlung miteinander verbunden. Die vorgesehenen Maßnahmen und Planungsansätze sind im Masterplan Zukunftsquartier weiter konkretisiert und dort detailliert beschrieben. Aktuell werden für den 1. Bauabschnitt des Zukunftsquartiers die Entwurfsplanungen vertieft und mit anderen Fachplanungen abgestimmt.

Mit freundlichem Gruß

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